Wir.
Du.
Eva.
Eva Weber, OB-und Stadtratswahl 8. März 2026

AUGSBURG DARF
ZUVERSICHTLICH SEIN.

Weil vieles gelingt und das Entscheidende vorankommt.


Wir. Du. Unsere Stimme für Eva Weber.

Ein klares JA zu unserer Oberbürgermeisterin.

Rede Eva Weber

Neujahrsempfang CSU Augsburg

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten
für Augsburg

  • Eva Weber Oberbürgermeisterin

    Eva Weber

    Oberbürgermeisterin

    Dr. Volker Ullrich Jurist, Diplom-Kaufmann

    Dr. Volker Ullrich

    Jurist, Diplom-Kaufmann

    Sergey Zemlyak Servicemitarbeiter bei Everlence

    Sergey Zemlyak

    Servicemitarbeiter bei Everlence

    Annika Guggenberger Regierungsobersekretärin

    Annika Guggenberger

    Regierungsobersekretärin

    Pauline Mercer Studentin Lehramt

    Pauline Mercer

    Studentin Lehramt

    Gabriele Lindermayr Lehrerin

    Gabriele Lindermayr

    Lehrerin

    Dr. Quirin Bauer Fraktionsgeschäftsführer

    Dr. Quirin Bauer

    Fraktionsgeschäftsführer

Im Gespräch mit Eva

Im Gespräch mit Eva

Oberbürgermeisterin Eva Weber spricht über die Gleichzeitigkeit von Politik, eine neue Fehlerkultur und die Zukunftsperspektiven für Augsburg.

Frau Weber, viele Menschen spüren Unsicherheit. Sie sprechen von Zuversicht. Wie lässt sich ein solcher Begriff im Alltag mit Leben füllen?

→ Ich meine das sehr konkret. Zuversicht ist nicht das Wegschieben von Problemen, im Gegenteil. Zuversicht heißt für mich, Probleme klar zu benennen, sich aber nicht in ihrer Beschreibung zu verlieren. Wir brauchen Optimismus und Zuversicht, um handlungsfähig zu bleiben. Sonst besteht die Gefahr, dass wir selbst Teil des Problems werden statt Teil der Lösung.

Für mich heißt das: Politik darf nicht nur Stimmungen oder Sorgen spiegeln. 

Politik muss Orientierung geben, Prioritäten setzen und ins Handeln kommen. Ohne Übertreibung. Ohne Lautstärke.

In Ihrer Arbeit betonen Sie den konstruktiven Umgang mit Fehlern. Warum ist Ihnen das so wichtig?

→ Weil ich erlebe, wie sehr uns die Angst vor Fehlern manchmal lähmt. Wir haben uns in Deutschland angewöhnt, Fehler zu vermeiden, statt mutig anzupacken. Schon in der Schule beginnt das. Das Ideal lautet oft: Null Fehler. Komisch, oder? Das Vermeiden wird zum Ziel.

Aber Zukunft und neue Ideen entstehen nicht aus Angst. Sie entstehen aus Ausprobieren, Lernen, Korrigieren und Dranbleiben. Das ist zumindest meine Haltung. Und ich will das offen sagen: Wir werden auch keinen guten politischen Nachwuchs bekommen, wenn wir bei jeder schlechten Nachricht reflexartig Schuldige suchen, Köpfe fordern oder Häme verteilen. Für mich gehört zu Führung deshalb klar dazu: Fehler sind nicht das Gegenteil von Erfolg, sie sind ein Teil davon. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen. Ich glaube, wir brauchen dringend eine neue Fehlerkultur und die sollte idealerweise schon in der Schule beginnen.

Ihr Leitbild für Augsburg trägt den Titel »Die gesunde Stadt«.
Was steckt dahinter?

→ Eine »gesunde Stadt« ist für mich eine Stadt im Gleichgewicht. Das Gegenmodell zu überzüchteten Metropolen mit Dauerdruck auf allen Ebenen. Und damit liegen wir voll im Trend. Ich will eine Stadt, die in Balance ist. Ich sage oft: Wer hier lebt, lebt in einer echten Life-City-Balance. Sie entsteht, 

wenn wir für die Menschen ein stabiles Gleichgewicht aus wirtschaftlicher Stärke, sozialer Sicherheit, Umweltqualität und Lebensfreude schaffen. Das ist wie ein Stuhl mit vier gleich langen Beinen: Fehlt eines, wird er wacklig. Ist eines zu lang, kippt er. 

Genau dieses Verständnis prägt auch unser Wahlprogramm. Es heißt bewusst »Die gesunde Stadt«. Das ist keine typische Politiksprache, das weiß ich. Aber es beschreibt sehr genau, was wir wollen: Augsburg realistisch, verantwortungsvoll und glaubwürdig weiterentwickeln.

Kein Blabla. Keine Luftschlösser. Und vor allem keine Versprechungen mit Wackelkontakt zur Wirklichkeit. Denn so gewinnt man kein Vertrauen in Politik zurück. Vertrauen entsteht durch eine Politik, die klar sagt, was geht, und ehrlich sagt, was nicht geht.

Das Staatstheater ist eines der größten Projekte in Augsburg und eines der umstrittensten. Können wir uns das leisten?

→ Zunächst einmal: Ich verstehe die Diskussion sehr gut. Es geht um viel Geld, und das muss man ernst nehmen. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Staatstheaters ­liegen bei 417 Millionen Euro. Diese Zahl kennen viele. Aber sie braucht Einordnung.

Rund 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt der Freistaat Bayern. Der verbleibende Anteil wird, wie bei einem Hausbau oder einer Sanierung im privaten Bereich, über Jahre finanziert. Niemand legt so eine Summe auf einmal auf den Tisch. Wir auch nicht. Für Augsburg bedeutet das: Zins und Tilgung liegen bei rund 10 Millionen Euro pro Jahr. Bei einem Gesamtvolumen des städtischen Haushalts von etwa 1,5 Milliarden Euro ist das weniger als ein Prozent.

Ist das wenig Geld? Nein. Können wir uns das leisten? Ja. Und vor allem: Wir wollen uns das leisten.

Weil wir daran glauben, dass dieses Staatstheater unserer Stadt viel zurückgeben wird: kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Es wird Menschen aus ganz Deutschland nach Augsburg ziehen, Gastronomie, Hotellerie und die Kreativwirtschaft stärken, und das Theaterquartier wird die ganze Innenstadt beleben. 

Kurz gesagt: Diese Investition wird sich auszahlen. Auch jenseits des Spielplans.

Aber so ganz rund ist es ja nicht gelaufen beim Staatstheater?

→ Lassen Sie uns ruhig darüber sprechen, was beim Staatstheater schiefgelaufen ist.

Bauen in Deutschland ist das letzte große Abenteuer. Noch anspruchsvoller wird es, wenn man im Bestand baut. Und wer besonders wagemutig unterwegs sein will, entscheidet sich für ein denkmalgeschütztes Gebäude mit hochkomplexer Bühnentechnik. Am besten in einer Innenstadt, unter der archäologische Funde einer Römerstadt liegen.

Spaß beiseite: Die Sanierung denkmalgeschützter Kulturgebäude ist in ganz Europa eine enorme Herausforderung. Schauen Sie nach Wien, Zürich oder Köln. Jede Stadt kämpft mit denselben Themen. Und ja: Spatenstiche sind einfacher als Schlüsselübergaben.

Im Sommer 2024 musste ich eine unbequeme Entscheidung treffen und dem damaligen Architekturbüro kündigen. Das war notwendig, um weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden. Mir war klar: Dafür bekommt man keinen Applaus. Damals wurde viel gemutmaßt: Man werde so schnell keinen neuen Architekten finden, die Kosten würden explodieren, der Zeitplan endgültig kippen. Heute können wir sagen: Das Projekt ist stabilisiert. Wir konnten in kurzer Zeit eines der renommiertesten Architekturbüros Deutschlands gewinnen, das Büro HENN. Der betreuende Architekt ist sogar gebürtiger Augsburger und kennt das Theater seit seiner Kindheit. Für ihn ist es ein echtes Herzensprojekt, für uns ein großer Gewinn.

Die Zusammenarbeit mit dem städtischen Team läuft sehr gut, Baukosten und Zeitplan sind stabil. Wir bleiben bei einer Fertigstellung 2029/30. Und genau deshalb ist jetzt eines besonders wichtig: Dieses Projekt braucht Ruhe. Keine neuen Grundsatzdebatten, keine Richtungswechsel, keine personellen Brüche. Große Bauprojekte leben davon, dass Verantwortung klar verteilt ist und die beteiligten Teams verlässlich zusammenarbeiten.

»POLITIK DARF NICHT NUR STIMMUNGEN ODER SORGEN SPIEGELN. POLITIK MUSS ORIENTIERUNG GEBEN, PRIORITÄTEN SETZEN UND INS HANDELN KOMMEN.«

In Augsburg hört man oft: »Macht erst mal die Schulklos, bevor ihr ein Theater saniert.« Was sagen Sie dazu? 

→ Genau diese Entweder-oder-Logik halte ich für falsch. Sie verengt Debatten und wird der Realität nicht gerecht. Eine Stadt lässt sich nicht führen, indem man Aufgaben gegeneinander ausspielt.

Augsburg hat in den vergangenen sechs Jahren rund 323 Millionen Euro in seine Schulen investiert. So viel wie noch nie in einem vergleichbaren Zeitraum. Gleichzeitig wissen wir: Das reicht noch nicht. Der Sanierungsstau an Schulen ist ein bundesweites Problem, entstanden über Jahrzehnte. Auch Augsburg ist da keine Ausnahme. Deshalb machen wir mit hohem Tempo weiter. Wir investieren dauerhaft rund 50 Millionen Euro pro Jahr in unsere Schulen. Verlässlich. Planbar. Jahr für Jahr.

Sie erinnern sich: Wir investieren gleichzeitig rund 10 Millionen Euro jährlich in das Staatstheater. Das ist kein Widerspruch. Bei einem städtischen Haushalt von rund 1,5 Milliarden Euro können wir beides leisten.

Politik bedeutet nicht, sich zwischen wichtigen Dingen zu entscheiden. Politik bedeutet, die Gleichzeitigkeit der Aufgaben zu organisieren. Schulen und Kultur, Bildung und Stadtleben, Pflichtaufgaben und Zukunftsinvestitionen.

Wenn wir schon bei den großen Herausforderungen sind. Wohnen bleibt eines der prägenden Themen in allen Städten. Was ist Ihr Ansatz für Augsburg?

→ Wohnen ist eine der größten sozialen Fragen unserer Zeit. Die einzige wirksame Antwort auf Wohnungsnot ist Bauen. Gleichzeitig dürfen wir uns als Kommune nichts vormachen. Rund 90 bis 95 Prozent der Wohnungen in Deutschland werden von privaten oder gewerblichen Bauherren errichtet. Das ist in Augsburg nicht anders. Wir können das Problem nicht allein lösen, aber wir müssen unseren Teil leisten.

Genau das haben wir getan. Vor der Wahl 2020 habe ich versprochen, dass wir mit unserer kommunalen Wohnbaugruppe Augsburg bis 2026 1.000 Wohnungen bauen werden. Dann kam die Pandemie, dann der Krieg, dann die hohen Zinsen. Viele haben in dieser Zeit aufgehört zu bauen. Wir nicht. Am Ende haben wir rund 800 neue Wohnungen geschaffen. Darauf bin ich stolz.

Und hier machen wir weiter. Auch in einer Phase, in der kaum jemand baut. Als Stadt müssen wir auch gegen den Wind bauen. Das ist unser Anspruch.

Deshalb werden wir bis 2030 rund 400 neue geförderte Wohnungen errichten. Mit Mieten dauerhaft etwa zehn Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Wenn sich das Förderumfeld verbessert, können an der Weltwiese in Kriegshaber zusätzlich bis zu 1.300 Wohnungen entstehen.

Gleichzeitig arbeiten wir daran, Bauen insgesamt einfacher und schneller zu machen. Gemeinsam mit der freien Bauwirtschaft prüfen wir systematisch, wie städtische Vorgaben verschlankt und Flächen besser genutzt werden können: zum Beispiel durch das Überbauen gewerblicher Neubauten. Also Gewerbe unten und Wohnen darüber. Wie zum Beispiel in der Jakobervorstadt. Unten Supermarkt, oben 85 Apartments und eine Kinderbetreuung. 

Für mich gilt dabei ein klarer Grundsatz: Keine neue Kita, kein neuer Supermarkt, kein neuer Parkplatz ohne die vorherige Prüfung, ob darüber zusätzlicher Wohnraum entstehen kann.

»WER AUGSBURG SCHLECHTREDET, LÖST KEINE PROBLEME. WIR MÜSSEN PROJEKTE NACH VORNE BRINGEN, NICHT KAPUTTREDEN.«

Die Wirtschaft in Deutschland schwächelt. Können wir in Augsburg dem Negativ-Trend widerstehen?

→ Augsburg kann sich von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen nicht abkoppeln. Auch wir spüren die Schwäche der deutschen Wirtschaft. Die gute Nachricht ist aber: Augsburg steht wirtschaftlich gut da. Unsere Gewerbesteuereinnahmen haben sich in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt. Das zeigt, dass wir als CSU unserem Wirtschaftsstandort gutgetan haben. Das hören wir von vielen Unternehmern. 

Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Im Gegenteil: Genau auf dieser Stärke müssen wir aufbauen. Denn wirtschaftlicher Erfolg von gestern ist keine Garantie für Arbeitsplätze von morgen. Genau deshalb müssen wir an den Arbeitsplätzen von morgen arbeiten. Denn dort entscheidet sich unsere Zukunft und am Ende unser Wohlstand. Wir müssen uns dabei auch von alten Erzählungen lösen. Augsburg war einmal eine Textilstadt, später stark von klassischer Industrie geprägt. Das gehört zu unserer Geschichte, aber es darf nicht unsere Zukunft begrenzen.

Unser Anspruch ist es, den Wirtschaftsstandort Augsburg widerstandsfähig und zukunftsfähig aufzustellen. Deshalb setzen wir gezielt auf Branchen, die Wachstum, Innovation und stabile Beschäftigung versprechen: Luft- und Raumfahrt, Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie, die Gesundheitswirtschaft mit dem Medical Valley rund um das Universitätsklinikum sowie Künstliche Intelligenz. Mit diesen Schwerpunkten haben wir die Transformation unseres Wirtschaftsstandorts nicht nur angekündigt, sondern bereits eingeleitet. Das ist kein kurzfristiger Effekt, sondern eine langfristige Strategie, damit Augsburg auch in schwierigen Zeiten stark bleibt.

Sie sprechen oft vom Medical Valley und einer Jahrhundertchance. Was meinen Sie damit?

→ Beim Medical Valley geht es nicht um ein einzelnes Bauprojekt und auch nicht um ein Schlagwort. Es geht um den Aufbau eines ganzen Ökosystems rund um Gesundheit, Forschung, Technologie und Wirtschaft. Kurzum: einen Zukunftsort für Wachstum und Wohlstand. Das Universitätsklinikum Augsburg ist dabei der Anker. Rundherum entstehen neue Forschungsflächen, Innovationsräume für Start-ups, Ansiedlungen aus der Gesundheitswirtschaft und enge Kooperationen mit Universität, Wissenschaft und Industrie. Genau diese Verzahnung macht den Unterschied: Forschung kommt schneller in die Anwendung, Ideen werden schneller zu Produkten und Innovation bleibt nicht im Labor, sondern kommt bei den Menschen an.

Für Augsburg bedeutet das mehrere Dinge zugleich. Erstens: hochwertige Arbeitsplätze für Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Forscherinnen und Forscher, aber auch für Ingenieurinnen, IT-Fachkräfte und viele weitere Berufe. 

Zweitens: wirtschaftliche Stabilität. Die Gesundheitswirtschaft ist eine Branche, die wächst, auch in schwierigen Zeiten. Und drittens: Lebensqualität. Menschen kommen nicht nur wegen eines Jobs nach Augsburg, sondern weil sie hier gut leben können.

Mir ist dabei wichtig zu sagen: Wir reden nicht nur über das Medical Valley. Wir organisieren es. Dafür bauen wir in der Stadtverwaltung eine eigene Einheit auf, die sich gezielt um Akquise, Ansiedlungsmanagement und Betreuung kümmert. Mit dem Ziel: Tempo, Verbindlichkeit und ein echtes Gegenüber für die Unternehmen, die nach Augsburg kommen werden.

»DIE REISE ZUM MOND FÜHRT ÜBER AUGSBURG«

Einer Ihrer Lieblingsbotschaften ist: Die Reise zum Mond führt über Augsburg. Was steckt dahinter?

→ Weil Augsburg tatsächlich Teil dieser Reise ist. Was hier an Hochtechnologie entsteht, ist beeindruckend. Zum Beispiel bei MT Aerospace, wo zentrale Bauteile für europäische Ariane-Raketen und amerikanische Mondmissionen gefertigt werden. Oder bei Rocket Factory Augsburg, wo Trägerraketen gebaut werden, die künftig Satelliten ins All bringen sollen. Augsburg ist heute schon eine Space City.

Aber die eigentliche Geschichte ist größer als einzelne Unternehmen. Oder wie es in der Branche gesehen wird. 

»Salat kann man überall einpflanzen, die Frage ist, wächst er auch überall?« Es ist eben das Umfeld, das den Unterschied macht: das Zusammenspiel aus Universität, Hochschule, Forschung, Industrie, Mittelstand und ja, auch aus politischer Verlässlichkeit. Das ist der fruchtbare Boden, auf dem diese Unternehmen in Augsburg wachsen.

Fachkräfte sind heute die neuen Bodenschätze. Und ich höre immer wieder: Wer nach Augsburg kommt, ist überrascht, wie gut es sich hier leben und arbeiten lässt. Die Stadt bietet das, was viele suchen: Balance, Perspektiven und echte Lebensqualität.

Die Menschen, die für diese Unternehmen arbeiten, kommen aus der ganzen Welt: aus Mexiko, aus Asien, aus den USA, aus Australien und aus vielen anderen Ländern. Und was wir von den Unternehmen hören, ist bemerkenswert: Sie lieben Augsburg. Sie leben gerne mit ihren Familien hier und genießen die Stadt. Das ist für die Unternehmen ein echter Standortvorteil, gerade als Gegenmodell zu den überzüchteten Metropolen.

Genau das zieht Menschen an. Und Unternehmen. Augsburg steht nicht nur für Technologie, sondern auch für das richtige Umfeld. 

Fachkräfte ziehen heute nicht mehr dorthin, wo sich nur Unternehmen wohlfühlen. Unternehmen ziehen dorthin, wo sich Fachkräfte wohlfühlen. Genau hier hat Augsburg einen echten Standortvorteil und liegt damit voll im Trend.

Eine letzte Frage: Warum wollen Sie weitermachen?

→ Weil Augsburg gerade in einer entscheidenden Phase ist. Unsere Hausaufgaben sind noch nicht erledigt. Große Projekte wie der Hauptbahnhof und das Staatstheater laufen endlich stabil. Genau diese Stabilität müssen wir jetzt halten und die Projekte ruhig und konzentriert zu Ende führen.

Gleichzeitig dürfen wir den Blick nach vorne nicht verlieren. Wir müssen an den Themen dranbleiben, die Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand für die nächsten Jahrzehnte sichern. Allen voran das Medical Valley rund um das Universitätsklinikum.

Und genau dafür möchte ich Verantwortung übernehmen.

Interview - Experte

Interview - Experte

Dr. Rüdiger Maas ist Psychologe, Generationenforscher und Autor mehrerer Bücher, darunter der Bestseller »Generation arbeitsunfähig«.

Mit seinem Institut in Augsburg analysiert er Werte, Verhaltensmuster und Herausforderungen unterschiedlicher Generationen. Im Gespräch blickt er auf das Potenzial Augsburgs und erklärt, warum Zuversicht ein wichtiger Standortfaktor von morgen ist.

Herr Dr. Maas, Studien zählen Augsburg zu den glücklichsten Städten Deutschlands. Was macht eine Stadt wie Augsburg Ihrer Meinung nach lebenswert?

Ich bin viel gereist, habe in zahlreichen Städten gelebt und gearbeitet. Gerade deshalb weiß ich, wie außergewöhnlich angenehm das Leben in Augsburg ist. Man kommt schnell von 

A nach B, lebt nicht in ständiger Reizüberflutung. Augsburg hat wenig Kriminalität, einen hohen Migrationsanteil, viele Studenten und aber auch noch viele Ur-Augsburger. All das spricht für ein gutes Miteinander. Viele Großstädte wären froh darum.

Und trotzdem sehen viele Menschen eher das, was fehlt. Woher kommt das?

Wir Deutschen sind von Natur aus fehlerorientiert. Kritik fällt leichter als Lob. Gerade in Augsburg spürt man das besonders, man hält sich lieber zurück, redet das Gute klein. Und: Man orientiert sich oft zu stark am großen Nachbarn und vergisst dabei die eigene Identität. Metaphorisch gesprochen: Viele tragen unter dem FCA-Trikot noch das von Bayern München. Aber das hemmt. Eine Stadt, die sich entwickeln will, braucht ein gewisses Selbstbewusstsein. Augsburg dürfte viel lauter sagen, was gut läuft.

Sie sprechen in diesem Zusammenhang von Zuversicht. Was bedeutet das für Sie?

Zuversicht heißt: das Gute wahrnehmen, Chancen sehen und daraus Handlungsspielraum gewinnen. Für mich ist das keine naive Hoffnung, sondern ein aktiver Prozess. Wer Zuversicht hat, bleibt dran, auch wenn’s schwierig wird. Das macht den Unterschied.

Und wie vermittelt man das politisch glaubwürdig?

Indem man Klartext spricht. Die Dinge beim Namen nennt, auch das, was noch nicht gut läuft, aber gleichzeitig zeigt, was schon geschafft ist. Eva Weber steht für genau diesen Politikstil: präsent, sachlich, klar. Sie inszeniert sich nicht, sondern arbeitet kontinuierlich, und das wirkt. Ich würde mir wünschen, dass sie das Erreichte noch selbstbewusster kommuniziert. Denn wer Veränderung verkörpert, darf auch dafür stehen.

Was macht eine Stadt zu einem echten Zukunftsort?

Neben der Lebensqualität vor allem eine funktionierende Infrastruktur. Und die gibt es hier. Wir haben eine Uniklinik, man kann hier studieren, Augsburg ist digital gut aufgestellt, mit Innovation Hub, Start-ups und Unternehmen wie der Rocket Factory, die bundesweit Maßstäbe setzen. Das Problem: Viele wissen das gar nicht. Diese Stärken müssen sichtbarer werden, damit die Menschen überhaupt mitbekommen, welches Potenzial vor ihrer Haustür bereits besteht und entsteht.

Warum ist Dranbleiben so wichtig?

Weil Wandel nicht von heute auf morgen passiert. Politik braucht einen langen Atem. Vertrauen entsteht, wenn man transparent ist. Es braucht Mut, Dinge offen zu benennen und trotzdem den Blick nach vorne zu richten. Dranbleiben heißt auch: sich Fehler eingestehen, offen sein, weiterlernen. Das schafft Verbindung und Glaubwürdigkeit.

Unsere Zeitung zur OB- und Stadtratswahl.

In der Zeitung zur OB- und Stadtratswahl 2026 spricht Eva Weber über Themen, die Augsburg bewegen und darüber, wie es in den kommenden Jahren weitergehen kann. Dazu kommen Menschen aus Augsburg zu Wort, die ihre eigenen Perspektiven, Erfahrungen und Erwartungen teilen. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Augsburg zuversichtlich sein darf.
 

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Gesund ist das neue mutig.

Politik braucht wieder Glaubwürdigkeit.

  • Kein Blabla.
  • Keine Übertreibungen.
  • Keine Luftschlösser.

Unser Wahlprogramm heißt: Gesunde Stadt.
Wir werden Augsburg gesund weiterentwickeln:
realistisch, ausgewogen und mit Verantwortung.
Ein Wahlprogramm ohne Wackelkontakt mit der Wirklichkeit.

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